STYLE TUTORIAL: Materialität und Stoffe

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Jeden Tag sehen wir tausende unterschiedliche Stylings. Sie fluten uns: auf der Straße, im Job, in Zeitschriften, im Fernsehen, im Internet. Doch an welchen Stylings bleiben wir hängen? Wo verweilen unsere Augen und wollen mehr? Wann formuliert sich ein „Wow“ in unseren Gedanken? Die Spielwiese ist groß. Und ihre Protagonisten sind vielfältig: Purismus, Kontrast, Harmonie, Brüche. Auf was setzen wir und was sagen wir damit aus? Denn letztlich ist unser Styling nichts anderes als ein Teil unserer nonverbalen Kommunikation. Wir schicken damit eine Botschaft an die Menschen in unserem Umfeld. Meistens allerdings unbewusst.

Unser Look sagt anderen wofür wir stehen und wie wir durchs Leben gehen – ohne große Worte.

Deshalb finde ich es essentiell, dass wir unser Äußeres reflektieren. Wir sollten uns überlegen, ob die Signale, die wir aussenden auch die sind, die wir aussenden möchten.

Für mich sind 4 Faktoren wichtig, die man beim Styling berücksichtigen muss.

  1. Materialität und Stoffe
  2. Farbigkeit
  3. Formensprache und Silhouette
  4. Schuhe und Accessoires

Und eines ist klar: Die richtige Attitude ist entscheidend. Denn das tollste Outfit wirkt nicht, wenn ich es nicht mit der notwendigen Selbstsicherheit und Souveränität trage.

In der Rubrik Style Tutorial berichte ich in einer fortlaufenden Serie über meine persönlichen Erfahrungen im kreieren von Looks. Darüber wie man auf einfache Art und Weise spannende Kombinationen findet, die auch einem 2. Blick standhalten.DSC07754

Teil 1: Materialität und Stoffe

Hier gibt es für mich nur eine Devise: Setze auf Kontraste! Ich finde es wunderbar, verschiedene Materialien zu kombinierten und unterschiedliche Oberflächen zu vereinen.

1. Gegensätze ziehen dich an

Meiner Meinung nach verlangen glatte, glänzende Materialien wie zum Beispiel Leder, Seide und Satin nach weichen, matten Begleitern. Wollstoffe, Strick und Jersey erfüllen das gut. Eine Lederhose sieht immer toll mit einem kuschelweichen Strickpulli oder einer Strickjacke aus. Möchte ich zum Beispiel eine Jogginghose aus einem Sweatermaterial (Kategorie der matten Oberflächen) stylen, würde ich nie zu einem T-Shirt greifen – außer ich gehe ins Fitness-Studio 🙂 Hier wären meine Favoriten eine Lederjacke, ein glänzendes Paillettentop oder ein Seidenshirt.

 2. Gleich und gleich gesellt sich nicht gern

Generell finde ich es schwierig Ober- und Unterteile aus dem gleichen Stoff zu kombinieren. Ich weiß, es ist ein Trend zur Jeans ein Jeanshemd zu stylen, aber nach meinem Empfinden passt das nicht so gut. Oft wirken diese Looks etwas langweilig. Das gleiche gilt meiner Meinung nach bei Strick. Also keine Strickjacke auf ein Strickkleid. Ein ähnliches Beispiel wäre, wenn ich ein Baumwollkleid mit einem Stoffgürtel auf Taille bringe. Das hat in den seltensten Fällen die erwünschte Wirkung. Kombiniere ich dieses Kleid aber mit einem Gürtel aus Leder, Metall oder glänzenden Bändern, ist der Effekt ein ganz anderer.

DSC07758 (1)3. Gezielt Einblicke gewähren

Transparenz ist ja gerade ein großer Trend. Spitze, Tüll, Organza und halbtransparente Seiden- oder Baumwollstoffe sind die Materialien des Sommers. Sie tauchen über all auf. In Röcken, Kleidern, Shirts und Tops. Schnell wirken gerade Teile aus Spitze und Tüll sehr festlich und angezogen – besonders im Komplettlook. Schön ist es auch hier einen Bruch zu machen und den Teilen auch im Alltag eine Chance zu geben. Kombiniere ich zum Beispiel einen Pencilskirt aus Spitze mit einem Sweatshirt – toll auch mit einem Print – ist der Look gleich entspannter. Also auch hier ist ein Kontrast in der Materialität hilfreich: Feine zerbrechlich wirkende Spitze trifft auf die kompakte Griffigkeit einer Baumwollstruktur.

Generell gilt: Just do it! Einfach ausprobieren und ein bisschen rumexperimentieren. Es kann nichts schief gehen. Und manchmal gibt es noch ein Aha-Erlebnis dazu. Gebt also auch Teilen eine Chance, die ihr eigentlich anfangs ausschließt. So ist bei mir auch schon das ein oder andere Lieblingsoutfit entstanden.

Hey, ich bin Nicki und Gründerin von REBEL IN A NEW DRESS. Ich berichte Euch auf meinem Blog regelmäßig über die neuesten Styles, Fashion-Trends, Anti-Aging und Inspirationen für ein glückliches Leben.