PERFECT DAY: Prag

Ein perfekter Tag in Prag, dem schillernden Juwel an der Moldau. Susan hat bis vor Kurzem in der pulsierenden, aufstrebenden Metropole gelebt. Sie verrät uns ihre besten Tipps, wie man sich durch die Stadt treiben lässt – ganz entspannt. Und los geht’s ;-)!

Lebte lange in Prag - jetzt wieder zurück in München: Susan
Lebte lange in Prag – jetzt in München: Susan

Keine Stadt dieser Welt ist so voller faszinierender Gegensätze wie Prag: morbider Charme trifft auf Modernität und Innovation. Und endlich habe ich mal wieder die Gelegenheit einen entspannten Tag in meiner Lieblingsstadt zu verbringen. Prag bietet soviel mehr als Karlsbrücke, Burg und Bier…. Vieles offenbart sich allerdings erst auf den zweiten Blick, auf den Wegen abseits der Touristenpfade.

Ich beginne meinen Tag trotzdem ganz klassisch auf der Kleinseite (Malá Strana) mit einem Coffee-to-go, den ich bei Cukrcavalimonada hole und bei einem Spaziergang über die berühmteste aller Brücken – die Karlsbrücke – geniesse. Während die meisten Touristen noch beim Frühstück sitzen und Prag erwacht, ist die Atmosphäre fast unwirklich schön und die Zeit scheint stillzustehen. Noch ein kurzer Blick auf die Moldau und die 34 fröhlichen gelben Pinguine der Cracking Art Group vor dem Kampa Museum. Dort kann man übrigens auch die Riesenbabies des Künstlers David Černý sehen, die auch weithin sichtbar den Fernsehturm hinauf krabbeln. Er ist einer DER Kreativen Prags und seine Werke begegnet einem immer wieder, wenn man in der Stadt die Augen aufhält.

cracking-art-group
Pinguine der Cracking Art Group

Nach einem kleinen Spaziergang durch die Josefsstadt, dem ehemaligen jüdischen Ghetto, gelangt man zur Pařizšká. Inzwischen eine wunderbare Allee mit unbeschreiblich schönen Jugendstilfassaden. Die eleganteste und teuerste Einkaufsmeile Prags. Alle Marken von Rang und Namen sind vertreten: Dior, Prada, Louis Vuitton und ein paar schicke Restaurants laden zum Entspannen ein. Schöner kann man nicht shoppen… Aber ich habe jetzt trotzdem erstmal Lust auf ein schönes Frühstück, deswegen führt mich mein Weg direkt zum Bake Shop. Ein bisschen Soho Feeling in Prag.

Bake Shop in Prag
Bake Shop in Prag

Das ist auch der Startpunkt für einen kleinen Streifzug durch die Welt der jungen Modedesigner von Prag. Jemand hat die Seitenstrassen mit ihren kleinen Geschäften einmal als das Epizentrum der jungen Prager Modeszene bezeichnet. An versteckten Plätzen der Altstadt enstehen mehr und mehr kleine Designshops und Ateliers. Und es gibt inzwischen wirklich einiges zu entdecken, wenn man sich durch die Strassen und Gassen treiben lässt. Mein Lieblingsladen Timoure et Group – oder auch zum Beispiel der Laden von Hana Havelkova. Und ganz in der Nähe befindet sich eine Institution des tschechischen Designs Qubus Design. Dinge, die man nicht wirklich braucht, die aber echt schön sind.

Timoure et Group
Timoure et Group

Langsam wird es Zeit für ein wenig Entspannung, deswegen führt mich mein Weg ins Slovanský dům (Slawisches Haus). Hier ist mein absoluter Lieblingsspot, wenn es darum geht, sich etwas Gutes zu tun: das O.P.I. Nagelstudio und anschliessend eine Thaimassage vom Feinsten bei Sabai.

O.P.I. Nail Shop
O.P.I. Nail Shop

Danach noch einen Wein und einen Snack im Kogo und weiter geht’s. Jetzt kann es gestärkt mit dem Shoppen weitergehen. Na Prikope, das Palladium und die Gegend um den Wenzelsplatz beherbergen alle bekannten Namen und man kann in Sachen Mainstream alles finden, was man braucht.

Kogo im Slovanský dům
Kogo im Slovanský dům

Und abends geht es dann nach Holesovice zu SaSaZu. Ein Top Asia Restaurant, das Spass macht und danach in den Club nebenan. Oder ins Kampa Park – sensationelles Essen, nicht ganz billig für tschechische Verhältnisse, dafür aber auf der Terrasse der wohl schönste Ausblick Prags. Und damit endet mein Tag ganz entspannt da, wo er am Morgen begonnen hat.

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Kampa Park an der Karlsbrücke

Titelbild: New York Times