100 Anti Aging Tipps

ICH HAB NICHTS ANZUZIEHEN. 3 Tipps, die Wunder wirken

ich hab nichts anzuziehen

Vor dem aus allen Ecken und Ebenen überquellenden Kleiderschrank stehen, trotzdem wie in gähnende Leere sehen und dann entrüstet feststellen: Ich hab nichts anzuziehen! Kommt das hier jemandem bekannt vor? Das mit geknickter Laune und herabhängenden Schultern verbundene Dilemma ist nicht nur schlecht für die Haltung, sondern hat sich unwiderruflich ins kollektive Unterbewusstsein eingeschrieben. Vielleicht ist es inzwischen sogar Bestandteil der weiblichen DNA, hängt als Annex quasi direkt an beiden X-Chromosomen und vererbt sich als blinder Passagier an unsere nichtsahnenden Töchter und Töchterstöchter. Und selbst wenn die irgendwann ihre Erbsubstanz verändern und das Problem auf biochemischer Ebene zu lösen ist: Klischees sind nun mal nicht totzukriegen – dafür haben wir die Leere im vollen Schrank bereits zu oft über Generationen hinweg vor (männlichen) Zeugen bedauert.

Vor dem aus allen Ecken und Ebenen überquellenden Kleiderschrank stehen, trotzdem wie in gähnende Leere sehen und dann entrüstet feststellen: Ich hab nichts anzuziehen!

Doch selbst wenn wir in besagter Notsituation unserem Überlebenstrieb nachgeben und noch einmal losrennen, um uns etwas „Passendes“ zuzulegen, hält die Erleichterung danach nie lange an: In 95 Prozent der Fälle sind wir nach wie vor unglücklich, trauen uns aber nicht, es laut zu sagen und fühlen uns doppelt mies, weil sich dazu noch ein abgrundtief-schlechtes Gewissen breitmacht: Wir haben schon wieder eine schwarze Jeans gekauft, die sich nicht wirklich von den anderen vier in unserem Schrank unterscheidet. Muss das sein?

Nein, das muss es nicht. Denn oft hat das eigentliche Problem widererwartend überhaupt nichts mit Kleidung zu tun – oder aber die Sache erfordert mehr Engagement als einen Spontan-Sprint ins nächste Shopping-Center. Ich habe drei Tipps für euch, die ihr unbedingt checken solltet, sobald euch ein Seufzer vor dem vollen Schrank entfährt – es lohnt sich wirklich!

Bevor du dich in Schale wirfst, schau, dass du dich wohl in deiner Haut fühlst.

Wenn dein letztes Workout irgendwann im Frühling war und du das Tageslicht zur Zeit hauptsächlich von drinnen kennst, ist es kein Wunder dass auch Tutu und Spitzenschuhe nicht bewirken können, dass du dich anmutig fühlst wie Natalie Portman in Black Swan. Gönn dir eine Yogastunde, einen Walk im Park, eine Massage oder was immer dir gut tut – und geh dann noch einmal an den Kleiderschrank. Mit einem tollen Körpergefühl kann der ganz plötzlich zur Fundgrube des guten Geschmacks mutieren… Aber Vorsicht: Auch der gestählteste Körper bringt nichts, wenn du dich nicht gepflegt fühlst! Manchmal braucht es eine Maniküre, ein Facial oder einen Friseurbesuch, um aus einem „Geht nicht“ das perfekte Outfit werden zu lassen. Anders gesagt: Top gepflegt machen im Zweifelsfall Jeans und T-Shirt mehr her als die neuesten Prada-Sandalen, wenn Hornhaut dabei der eigentliche Eye-Catcher ist… 🙂

Manchmal ist nicht die Garderobe das Problem, sondern der Anlass. 

Wenn du auf eine Feier von Leuten eingeladen bist, bei denen du noch nie wirklich du selbst sein konntest, dann ist es wahrscheinlich, dass du auf der Suche nach dem passenden Outfit in deinem Kleiderschrank nicht fündig wirst. Und wenn du eigentlich lieber Cocktails mit deinen Girls trinken würdest, als auf den Empfang deiner Business-Partner zu gehen, mag es angebrachter sein, das Abendprogramm zu ändern als dir den Kopf über den passenden Auftritt auf einer unpassenden Veranstaltung zu zerbrechen. Das Leben ist zu kurz, um sich deplaziert zu fühlen… Wenn möglich, tu dir selbst einen Gefallen und sag ab!

Vielleicht brauchst du eine echte Veränderung.

Wenn solche oder ähnliche Dinge nicht zutreffen und du trotzdem dauerhaft in deinen Sachen nicht fündig wirst, steckt vielleicht etwas dahinter, das mehr Zeit und Aufmerksamkeit erfordert als eine Maniküre. Unsere Garderobe ist ein Spiegel unserer Vergangenheit und Gegenwart, unserer Persönlichkeit und der Beziehung zu uns selbst. Sie ist eines der direktesten Mittel unseres Selbstausdrucks. Mode verändert sich ständig – und genau das tun wir auch, unser Leben lang. Wenn du vor dem vollen Dressing stehst und kontinuierlich „nichts dabei“ ist, dann muss du dir vielleicht überlegen, wo du grundsätzlich stehst, zu wem du in den letzten Jahren geworden bist – und inwiefern sich deine Werte, dein Geschmack und deine Ziele verändert haben. Mit wem oder was identifizierst du dich mittlerweile und passen deine einstigen Lieblingssachen da überhaupt noch dazu? Das ist der Zeitpunkt, an dem du dein Leben und deinen Kleiderschrank vielleicht komplett neu sortieren, dich von Überholtem trennen und neue Strukturen definieren musst. Erst dann solltest du shoppen gehen, und zwar mit Geduld: Die Qualität dieser Umbruchszeiten ist viel zu kostbar für voreilige Entscheidungen!

Mal ehrlich, Ladies: Kann es sein, dass Ich hab nichts anzuziehen manchmal nur eine faule Ausrede ist? Vielleicht ist Online-Shopping einfacher als sich die ein oder andere Frage zu stellen. Aber ich denke, dass Letzteres sich unendlich mehr lohnt: für unsere Seele und unseren Stil.

Titelbild: Warner Bros.

 

 

12 Kommentare

  1. August 9, 2015 / 6:56 pm

    ein wundervoller Beitrag liebe Nicki, mit so viel Charme und Witz geschrieben … ich saß mal wieder am Laptop und habe viel genickt!
    bei allen drei Punkten kann ich dir nur zustimmen … habe es wohl selber auch allzu oft erlebt 😉
    mein einziges Kleiderschrank-Phänomen, dass sich deher nicht erklären lässt: „Ich habe nichts anzuziehen“ kommt bei mir am häufigsten zum Jahreszeitenwechsel vor … vl liegt dass dann aber auch nur daran, dass ich erstmal überfordert mit der Umstellung der Kleidungsauswahl bin 😉

    ich habe dich übrigens für den Liebster Blog Award nominiert und würde mich sehr freuen deine Antworten zu lesen!
    https://liebewasist.wordpress.com/2015/08/07/ueber-der-sinn-oder-unsinn-asiatischer-winkekatzen-liebster-blog-award-2-0/

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Christiane
      Autor
      August 10, 2015 / 9:58 am

      Liebe Tina,

      ich bin Christiane und unterstütze Nicki seit Kurzem als Autorin auf http://rebelinanewdress.com. Ich freue mich, dass dir mein Artikel gefällt, danke für deinen netten Kommentar!

      Viele Grüße,
      Christiane

      • August 10, 2015 / 11:14 am

        danke auch 🙂
        woran erkennt man denn von wem von euch beiden welcher Beitrag verfasst wurde?
        … ist ja doof, wenn ich immer die falsche anschreibe 😉
        <3

        • Christiane
          Autor
          August 10, 2015 / 2:47 pm

          Hey Tina, der Autor steht immer über der Headline des jeweiligen Artikels : )
          Hab einen schönen Nachmittag!
          Bis bald, Christiane

          • August 11, 2015 / 1:41 pm

            Danke 🙂 hätte ich wohl mal genauer gucken sollen 😉
            bis ganz bald <3

  2. silke
    August 10, 2015 / 4:01 pm

    ich freu mich mehr zu lesen <3 <3 <3

    • Christiane
      Autor
      August 11, 2015 / 11:04 am

      Danke, liebe Silke!
      Viele Grüße,
      Christiane

  3. August 11, 2015 / 9:26 pm

    Das zu lesen hat sehr viel Spaß gemacht! Und ja, es ist oft eine Ausrede, denn wenn man sich wohl fühlt und zufrieden ist, sieht (fast) alles am eigenen Körper gigantisch gut aus 🙂
    ♡ Ella

    • Christiane
      Autor
      August 12, 2015 / 12:03 pm

      Das freut mich sehr, liebe Ella!
      Danke für deinen Comment – da sind wir einer Meinung! 🙂
      Lieben Gruß, Christiane

  4. November 19, 2015 / 4:53 pm

    Liebe Nicki, danke für diesen Denkanstoß! Da ist viel Wahres dran in den Sätzen, die du schreibst. Das Gefühl von Leere angesichts eines vollen Kleiderschranks hatte ich ganz lange. Für mich habe ich das im Beruf mit meiner Business-Uniform gelöst. Hier findest du meinen Beitrag dazu: http://www.businessladys.de/persoenlich-meine-business-uniform/ (hoffe, der Link ist okay?)

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