SONNENBRAND das hilft

Sonnenbrand

Eis schlecken, Erdbeerkuchen essen, im Schwimmbad am 3 Meterbrett in der Schlange stehen … diese Bilder kommen hoch, wenn ich an die Sommer in meiner Kindheit denke. Und irgendwie gab es gefühlt keinen Sommer ohne Sonnenbrand. Lichtschutzfaktor 6 war in den 70ern gigantisch hoch und der heißeste Scheiß aus den Forschungslaboratorien dieser Welt. Ja, so ändern sich die Zeiten – zum Glück für uns und unsere Haut.

Während den Recherchen für diesen Post wuchs mit den gesammelten Fakten auch mein schlechtes Gewissen. Natürlich war mir auch schon vorher klar, dass zu viel Sonne nicht gut für uns ist. Aber dass die Schäden so massiv und absolut irreparabel sind, hat mich ziemlich geschockt. Deshalb ist ein bisschen Aufklärung nicht schlecht. In diesem Artikel erfahrt ihr alles darüber, was ein Sonnenbrand mit unserer Haut anstellt und welche Mittelchen helfen, wenn es dann doch mal passiert ist. Und natürlich wie ihr zukünftig besser einem Sonnenbrand vorbeugen könnt. Also unbedingt weiterlesen, denn wir haben nur diese eine Haut.

Was passiert bei einem Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand wird durch einen zu langen Aufenthalt in der Sonne ausgelöst: Er entsteht, wenn die Hautschäden, die durch das UV-Licht hervorgerufen werden, nicht mehr durch körpereigene Reparaturprozesse ausgeglichen werden können. Dann gehen die Hautzellen teilweise kaputt. Der Körper erkennt das und lässt die Zellen gezielt absterben. Die sterbenden Zellen schütten Botenstoffe aus. Diese bewirken unter anderem, dass sich die kleinsten Blutgefäße erweitern. So kommt die Rötung beim Sonnenbrand zustande. Die vermehrte Durchblutung bringt außerdem weiße Blutkörperchen in die geschädigten Hautbereiche. Sie räumen die todgeweihten Zellen weg. Das geht mit den typischen Beschwerden beim Sonnenbrand einher: Schwellung, Schmerzen und Hitzegefühl, ausgelöst durch die lokale Entzündung.

Die UV-Schäden treten vor allem in der Basalmembran der Haut auf. In dieser Schicht werden die neuen Hautzellen gebildet. Deshalb hat eine Schädigung der Basalmembran fatale Folgen. Bei einem Sonnenbrand kann es sein, dass die Erbgut-Reparatursysteme die Fehlerbeseitigung nicht zu 100 % bewältigen können. Dann bleiben einige DNA-Schäden zurück, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Die Folgen daraus sind vorzeitige Hautalterung, Falten und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Das Tückische daran: Der ganze Schlamassel schlummert Jahre oder sogar Jahrzehnte in unserer Haut, um sich dann irgendwann ganz langsam aber beständig nach oben ans Licht durchzuarbeiten. Studien zeigen, dass bereits drei schwere Sonnenbrände während der Kindheit das Hautkrebsrisiko um das Drei- bis Fünffache erhöhen.

Häufiges und intensives Sonnenbaden kann weitere negative Konsequenzen haben. Das Hautbild verschlechtert sich und es kann verstärkt zu Mitessern und großen Poren kommen. Zudem lässt die Elastizität der Haut nach, was zu Falten und schlaffer Haut führt.

Das hilf bei einem Sonnenbrand

1. Raus aus der Sonne

No Brainer! Klar, oder?

2. Kühlen

Ein Sonnenbrand ist letztlich nichts anderes als eine durch UV-Strahlung verursache Entzündung. Deshalb: kühlen, kühlen und nochmal kühlen. Am besten ein mit kaltem Wasser getränktes Tuch auf die betroffenen Haustellen legen und dieses regelmäßig erneuern. Verwende kein Eis und und keine Kühlpacks, denn extreme Kälte kann die Haut noch mehr reizen und den Heilungsprozess verlangsamen. Auch Hausmittelchen wie Quark und Apfelessig – wird ja immer wieder als Tipp vorgeschlagen – sind nicht zu empfehlen. Die Bakterien im Quark können zu einer Infektion führen und der Apfelessig reizt durch die enthaltene Säure die empfindlichen Hautpartien noch mehr.

Beim Duschen gilt: Seife und Duschgel trocknen die sonnenverbrannte Haut zusätzlich aus und können zu Irritationen führen. Also die betroffenen Stellen einfach nur mit klarem Wasser reinigen.

3. Beruhigen

Nach dem Kühlen ist Beruhigen angesagt. Aloe Vera ist ideal um die Beschwerden eines Sonnenbrandes zu lindern. Das Gel wirkt kühlend, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und beschleunigt die Wundheilung. Im Sommer am besten eine Tube im Kühlschrank aufbewahren – dann verstärkt sich der kühlende Effekt. Ganz wichtig jetzt: Keine Cremes auf Ölbasis verwenden. Diese verstopfen die Poren und können zu einem Hitzestau führen. Auch Thermalsprays verschaffen zwischendurch Linderung.

4. Viel Trinken

Jetzt gilt es, viel zu Trinken. Das kurbelt nicht nur den Regenerationsprozess der Haut an, sondern gleicht auch den Flüssigkeitsverlust aus und regt den Kreislauf an. Am besten einfach Wasser, ganz wunderbar hilft aber auch Kokoswasser. Die darin enthaltenen Elektrolyte spielen eine wichtige Rolle für unseren Wasserhaushalt und unseren Stoffwechsel. Und um beides ist es bei einem Sonnenbrand nicht besonders gut gestellt. Infused Water ist auch eine tolle Alternative, wenn es mal etwas mehr Geschmack sein darf. Hier sind ein paar feine Rezepte. Auch ein großes Stück Wassermelone ist super für unsere Hydrierung: schmeckt lecker und hat jede Menge Feuchtigkeit.

5. Beten

Spaß bei Seite. Naja … obwohl vielleicht doch. Denn Vorsorge sollte auf allen möglichen Ebenen getroffen werden. 🙂 Ach ja und noch eins: Das Polyesterkleidchen sollte man bei Sonnenbrand besser im Schrank hängen lassen. Denn auch hier ist wieder ein Hitzestau vorprogrammiert. Trage also besser leichte atmungsaktive Kleidung.

Sonnenbrand vorbeugen. So geht’s:

  1. Meide die Mittagssonne.
  2. Gewöhne deine Haut langsam an die Sonne. Es ist besser, innerhalb kurzer Zeitfenster zu sonnen und auf stundenlanges Gebrutzelt zu verzichten.
  3. Setzte deine Haut nicht mehr als 15 – 30 Minuten ungeschützt der Sonne aus. Je nachdem, wie hell und empfindlich deine Haut ist.
  4. Verwende einen hohen Lichtschutzfaktor. Ich nehme ausschließlich LSF 50 im Gesicht und am Körper. Auch dann, wenn meine Haut schon gut vorgebräunt ist.
  5. Creme dich 20 Minuten bevor du in die Sonne gehst ein.
  6. Wähle eine Sonnencreme, die so wenig Chemie wie möglich enthält.
  7. Antioxidantien schützen unsere Haut. Integriere viel grünes Gemüse und Blattsalate in deinen Speiseplan. Tomaten, Papaya, rote Paprika und Wassermelonen enthalten viel Lycopin. Dieser Stoff gehört zur Klasse der Carotinoide und schützt unsere Haut vor Sonnenbrand und Hautkrebs.
  8. Verwende ein Vitamin D3 Präparat. Es kurbelt die Melanin-Produktion an und hilft somit unsere Haut auf Sonnenbäder vorzubereiten. Ich nehme dieses Präparat.

Übrigens: Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass selbst ein ausreichender Sonnenschutz nicht alle schädlichen und für den Hautkrebs verantwortlichen UV-Strahlen abhalten kann.

Hey, ich bin Nicki und Gründerin von REBEL IN A NEW DRESS. Ich berichte Euch auf meinem Blog regelmäßig über die neuesten Styles, Fashion-Trends, Anti-Aging und Inspirationen für ein glückliches Leben.