ANTIOXIDANTIEN: Anti Aging Heroes

antioxidantien

Im Zusammenhang mit meinen Recherchen zum Thema Anti Aging taucht immer wieder das gleiche Schlagwort auf. Egal, ob es um Pflegeprodukte, Ernährung oder unsere Lebensweise geht: Antioxidantien werden als Allround-Heilmittel gegen den Alterungsprozess gepriesen. Sie sollen uns helfen, freie Radikale – das sind die ‚Bad Cops‘ in der Geschichte – zu bekämpfen. Denn unsere Körperzellen werden täglich von mehreren tausend freien Radikalen attackiert: durch Abgase, Alkohol, Junk-Food, Medikamente, Zigarettenrauch … Wieviel  Antioxidantien sind also nötig, um die radikale Armee in ihre Schranken zu verweisen? Und bringt das alles wirklich etwas?

Ein anschauliches Beispiel für die Auswirkung von freien Radikalen bietet ein geschälter Apfel. Schon nach kurzer Zeit wird er durch die einsetzende Oxidation unappetitlich braun. Schuld sind freie Radikale, die den Zerfall der Zellen verursachen. Achtung festhalten, jetzt wird es hart: Letztlich tun sie mit unserem Körper nichts anderes, als mit einem aufgeschnittenen Apfel. Und um es auf den Punkt zu bringen: Altern ist oxidieren! Daran können wir nichts ändern. Wir können den Prozess nur verlangsamen. Antioxidantien helfen uns dabei! Wie das geht erfahrt ihr hier. Aber fangen wir mal ganz von vorne an und bringen etwas mehr Klarheit in unsere oxidierten Gehirnzellen. 🙂

Was sind freie Radikale?

Dass es bei freien Radikalen um keine politische Gruppierung geht, ist mittlerweile wohl ziemlich klar. Vielmehr handelt es sich um sauerstoffhaltige Moleküle, denen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Also machen sie sich auf die Suche nach einem passenden Elektron, um vollständig zu werden. Werden sie fündig, entreissen sie dem nächstbesten intakten Molekül (zum Beispiel aus der Zellmembran, einem Proteinen oder der DNA) das von ihnen benötigte Elektron. Dieser Elektronen-Raub wird Oxidation genannt. Sobald dieser Prozess das für den Körper erträgliche Ausmaß überschreitet, spricht man von oxidativem Stress. Dieser beschleunigt den Alterungsprozess und ist Auslöser für die Entstehung von vielen Zivilisationskrankheiten. Denn Altern ist nichts anderes als die Ansammlung von Zellschäden im Gewebe oder in den Organen.

Wie funktionieren Antioxidantien?

Antioxidantien oder auch Radikalfänger genannt, können die Kettenreaktionen der freien Radikale unterbrechen und so Zellschäden vermeiden. Bevor freie Radikale ein Elektron aus einer Zellmembran oder einem wichtigen Körperprotein kidnappen, springen die Antioxidantien ein und überlassen dem Bösewicht freiwillig eines ihrer Elektronen. Antioxidantien geben ihre Elektronen sehr viel leichter ab, als eine Zellmembran oder eine DNA. Auf diese Weise bleiben die Körperzellen geschützt. Allerdings müssen ausreichend viele Antioxidantien vorhanden sein. Leider nehmen diese mit fortschreitendem Alter als auch durch massiven oxidativen Stress ab.

Was ist oxidativer Stress?

Von oxidativem Stress spricht man, wenn sich freie Radikale ungehindert im Organismus entfalten. Unsere moderne Lebensweise ist die Hauptursache für die erhöhte Bildung freier Radikale. Auto- und Industrieabgase, Ozon, Feinstaub, Zigarettenrauch, Pestizide, Medikamente, Haushaltschemikalien, UV- und Röntgenstrahlen tun ihr übriges. Setzen wir unseren Körper diesen Toxinen aus, bringen wir das ganze System aus der Balance und wir haben zu unserem Job- und Familienstress auch noch den oxidativen Stress an der Backe. Dieser beschert uns dann die typischen Alterskrankheiten, wie Bluthochdruck oder Diabetes und macht auch vor unserer Haut nicht halt. Denn freie Radikale schädigen das Kollagen und zerstören so die Struktur der Haut und dies trägt zur Bildung von Falten bei.

Um es auf den Punkt zu bringen: Altern ist oxidieren.

Freie Radikale haben auch ihre guten Seiten

Freie Radikale sind jedoch nicht immer und unbedingt schlecht. Denn unser Körper produziert bei ganz alltäglichen Aktionen selbst eine Menge freier Radikale. Sie entstehen nicht nur als Nebenprodukt mancher Körperfunktionen, sie werden von unserem Organismus – genauer gesagt von unserem Immunsystem – zu einem bestimmten Zweck produziert. Denn freie Radikale greifen nicht nur gesunde Körperstrukturen an, sondern sind in der Lage, ganz gezielt Krankheitserreger, wie aggressive Bakterien oder Viren zu zerstören oder akute Entzündungsprozesse einzudämmen. Hier sind freie Radikale also erwünscht und nützlich. Auch fungieren sie als Signalstoffe zur Regeneration – so erhöhen sie im Anschluss an eine oxidative Belastung den Spiegel des antioxidativen Schutzenzyms. Wie so oft macht auch hier die Menge den Unterschied. Auf die richtige Balance kommt es an.

Alles klar? Und jetzt?

Meiner Meinung nach sind Antioxidantien essentiell, wenn wir so lange wie möglich gesund, fit und schön bleiben wollen. Als ich Anfang des Jahres meine Ernährung versuchsweise für 3 Monate radikal veränderte, stellte ich fest, dass meine Haut anders auf äußere Einflüsse reagierte. Durch eine extrem basische Kost führte ich meinem Körper sehr viele natürlich Antioxidantien zu. Allerdings spürte ich den Effekt nicht sofort. Erst als der Sommer anfing und ich mich sehr viel draußen aufhielt, merkte ich, dass irgendetwas anders war. Meine Haut reagierte vollkommen neu auf die Sonne. Meine Haut war wesentlich unempfindlicher in Bezug auf UV-Strahlung. Und bekanntlich ist UV-Strahlung maßgeblich verantwortlich für die Hautalterung.

Das überraschte mich ziemlich. Also recherchierte ich ein bisschen und entdeckte Studien, die den Zusammenhang zwischen Antioxidantien und unserer Hautgesundheit belegen. Einige amerikanischen Anti Aging Experten gehen sogar soweit und proklamieren eine antioxidantienreiche Ernährung, um den Gebrauch von chemischem Sonnenschutz einzuschränken. Ok … die Amerikaner wieder. 🙂

Wie sieht die Umsetzung aus?

Unser Organismus kann zum Teil selbst Antioxidantien in Form von Enzymen herstellen. Leider reicht das aber nicht aus, um den Bedarf zu decken. Der beste Weg Antioxidantien zu sich zu nehmen, ist über eine ausgewogene Ernährung mit vielen frischen und knackigen Zutaten. Je größer die Vielfalt, desto stärker ist der Effekt. Zu den bekanntesten Antioxidantien zählen die Vitamine A, C und E, Carotinoide, die Spurenelemente Selen und Zink sowie verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe wie Sulfide, Phytoöstrogene oder Polyphenole.

Hier eine Übersicht der Lebensmittel mit besonders vielen Antioxidantien:

  • Zitrusfrüchte
  • Nüsse
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Karotten
  • Avocados
  • Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli
  • Spinat, Ruccola
  • Blaubeeren, Brombeeren, Cranberries
  • Artischocken
  • Sellerie
  • Gerstengras
  • Kokosöl
  • grüner Tee
  • dunkle Schokolade
  • Leinsamen, Haferflocken
  • Bohnen, Linsen
  • Tomatenmark

Eigentlich könnt ihr nichts falsch machen, wenn ihr täglich einen möglichst bunten Mix verschiedener Obst- und Gemüsesorten in euren Speiseplan integriert. Dies ist beispielsweise ein tolles Rezept für einen veganen Eintopf mit viel Antioxidantien. Einfach mal ausprobieren. Geht schnell und schmeckt lecker!

Anmerkung: Antioxidantien sollten auch in unserer täglichen Pflegeroutine eine Rolle spielen. Alle Infos und Produkte dazu gibt es bald in einem weiteren Beitrag. Stay tuned! 🙂

 

Hey, ich bin Nicki und Gründerin von REBEL IN A NEW DRESS. Ich berichte Euch auf meinem Blog regelmäßig über die neuesten Styles, Fashion-Trends, Anti-Aging und Inspirationen für ein glückliches Leben.