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Aufsteigen, um runterzukommen: Letztes Wochenende habe ich auf unserer Hütte in den Bergen verbracht. Hier geht es ganz rustikal und ohne den gewohnten alltäglichen Komfort zu. Kühlschrank, Toilettenspülung und eine warme Dusche sucht man hier vergeblich. Sagt der Akku vom iPhone adieu, ist die nächste Steckdose unten im Dorf und man ist offline. Für einige klingt das vielleicht nach einem fürchterlichen Albraum, aber ich liebe diese Abgeschiedenheit. Die Ursprünglichkeit überwältigt mich jedes Mal aufs Neue. Die Tage ziehen langsam und entspannt dahin. Und sie bringen nur die wirklich wichtigen Dinge mit sich: Feuer machen, Wasser aus der Quelle holen, kochen, Geschichten erzählen und der Stille lauschen. Entschleunigung wäre eigentlich das gängige Wort dafür – ich mag es nur leider nicht. Es geht vielmehr um ein Korrektiv.

 

Mich fasziniert der Gedanke, dass wir Jahrtausende ähnlich ursprünglich und im Einklang mit der Natur gelebt haben. Erst die letzen 150 Jahre setzten den technischen Fortschritt auf die Agenda der Menschheit und veränderten unser Leben von Grund auf. Deshalb ist für mich jeder Schritt den Berg rauf auch ein Schritt weg von der Zivilisation. Und eine kleine Pause von unserer perfekten und durchorganisierten Welt tut manchmal gut.

Wahre Schönheit kommt aus Selbstsicherheit, Akzeptanz und Liebe.

Das Telefon auszuschalten und somit auch alle Social Media Kanäle zu kappen, ist im ersten Moment eine Umstellung. Doch das endlose Schauspiel auf Instagram, Facebook & Co. wirkt wie eine Droge und lenkt uns davon ab, unser Leben in der Realität intensiv zu erfahren. Viele von uns verbringen einen großen Teil ihres Tages in der digitalen Welt und beziehen ihre Ideale und Vorstellungen ausschließlich aus dieser Dimension. Dieses Sammelsurium an Bildern voller Schönheit und Positivität ist verlockend, kann aber unserem eigenen Selbstwertgefühl unglaublich schaden. Wir vergessen, dass hier eine Fantasiewelt inszeniert wird, die nur aus Höhepunkten und extrem bearbeiteten Bildern besteht. Wenn wir Anfangen, uns damit zu vergleichen, verlieren wir uns selbst. Wie schon Theodore Roosevelt so treffend sagte: „Vergleich ist der Dieb der Freude.“ Deshalb schaltet doch manchmal einfach ab und bleibt ganz bei euch. Denn wahre Schönheit kommt aus Selbstsicherheit, Akzeptanz und Liebe.

 

 

4 Kommentare

  1. März 3, 2018 / 9:30 am

    Wow, das muss herrlich entspannend sein, mal so ursprünglich und ohne moderne Technik zu leben.
    Hab ein schönes, chilliges Wochenende!
    LG Reni

    • März 6, 2018 / 2:31 pm

      Ja, das ist es auch. Sehr ruhig und intensiv 🙂
      Hab eine wundervolle Woche, liebe Reni!
      Bussi
      Nicki

  2. Edith Emmert
    März 3, 2018 / 12:55 pm

    Hallo liebe Nicki such ein Kollagen und Hyaluron effektiv innerlich zum einnehmen ..hast du einen Kontakt lg.Edith

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