DETOX AT HOME 5 einfache Entgiftungs-Tipps

Entgiftungs-Tipps

Vor einiger Zeit bemerkte ich bei mir ein zunehmendes Unwohlsein, vermehrt Unverträglichkeiten bei Lebensmitteln und eine starke Müdigkeit. Ich ernähre mich zwar weitgehend bewusst und gesund – aber leider sündige ich massiv bei Süssigkeiten, Kaffee und nasche nicht selten Kekse, Kuchen oder Brot. Alles phasenweise, aber in letzter Zeit ist es leider etwas aus dem Ruder gelaufen. Und da beginnt dann das Problem der sogenannten Übersäuerung, wie ich jetzt am eigenen Körper erfahren durfte. Also habe ich die Notbremse gezogen, meine Ess- und Lebensgewohnheiten justiert und eine leichte Detox-Kur begonnen. In diesem Artikel findet ihr meine 5 persönlichen Entgiftungs-Tipps. Sie sind super easy umzusetzen und lassen sich einfach in jede Alltags-Routine integrieren.

Unser Organismus besteht zum Grossteil aus Flüssigkeiten, die alle einen unterschiedlichen ph-Wert haben. Blut hat einen hohen ph-Wert, ist also basisch und der Magen, mit niedrigem Wert ist sauer. Eigentlich ist unser Körper natürlich selbst in der Lage unseren Säurehaushalt im Gleichgewicht zu halten und scheidet die sogenannten Schlackenstoffe über die Ausleitungsorgane (Nieren, Leber, Darm, Lymphsystem) aus. Aber Stress, übermässiger Konsum der Leckereien aus oben erwähnter Sündenliste, oder auch Nikotin und Alkohol stören dieses Gleichgewicht. Die Ausscheidungsorgane sind überlastet und lagern den ganzen Sondermüll unseres Lebens im Körper ab. Wenn es hier also einen Stau gibt und der normale Ablauf nicht reibungslos funktioniert, zeigt sich das deutlich. Die Haut wird fahler, unreiner, das Bindegewebe erschlafft, Haare fallen aus und es kann zu Hitzewallungen und einer Menge anderer Symptome kommen. Sogar das Gefühl, regelrecht krank zu sein, stellt sich bei vielen Menschen ein.

Diese Anzeichen erscheinen nicht alle auf einmal, sondern schleichen sich oft ganz leise von hinten an und sind plötzlich da. So wie jetzt bei mir – mit 46 Jahren. Ich fühle mich gelegentlich ohnehin etwas müde und altersüberfordert. Das fiese Umkleidekabinenlicht-Problem, vermehrt Haare in der Bürste statt auf dem Kopf, plötzliche Hautunreinheiten habe ich erstmal auf’s Alter geschoben. Ganz ehrlich: Ich bin was das Älterwerden betrifft, gar nicht cool und entspannt. Und daher nun fast dankbar, dass die Lösung einiger dieser Probleme tatsächlich auf eine Übersäuerung meines Körpers zurückzuführen sind. Bei diversen Selbsttests haben sich einige Methoden besonders bewährt. Daraus sind dann diese Entgiftungs-Tipps entstanden, die einfach umzusetzen sind und in 4 von 5 Fällen nicht viel Zeit beanspruchen. 🙂

5 einfache Entgiftungs-Tipps

1. Heilerde einnehmen

Es gibt auf dem Markt verschiedene Heilerde Produkte, die entweder zur äusserlichen oder innerlichen Behandlung angewendet werden können. Heilerde – ein reines Naturprodukt – hat verschiedene Einsatzgebiete und findet Anwendung auch bei Sodbrennen, Reizdarm oder Akne. In meinem Fall entschied ich mich für ein Heilerde Granulat, das die Entgiftung unterstützt. Ich nehme das Imutox Granulat von Luvos zwei- bis dreimal täglich – wie empfohlen – zum Essen mit reichlich Wasser ein. Es hat einen leicht tonigen, erdigen Geschmack. Die Nebenwirkung einer Reinigung bleibt nicht aus und es kann am Anfang zu Hautunreinheiten kommen, die sich meist in Form von kleinen Pickelchen im Gesicht zeigen. Unsere Haut ist schliesslich unser größtes und zugleich empfindsamstes Sinnesorgan. An ihr lassen sich äußere und innere Vorgänge schnell ablesen. Mit ein paar Minipickelchen, die sich mit Puder ganz gut abdecken lassen, kann ich im Dienste der Sache gut leben.

2. Ölziehen

Den Morgen starte ich mit Ölziehen. Dabei spüle ich etwa einen Teelöffel Kokosöl für 5 Minuten im Mund hin und her. Ich ziehe das Öl wortwörtlich zwischen den Zähnen hindurch und versuche so jede Stelle im Mund zu erreichen. Danach spucke ich das Öl in den Biomüll. Nicht ins Waschbecken, da dies irgendwann den Abfluss verstopfen kann. Das Öl bindet die im Mund gesammelten Giftsoffe und zieht sie heraus. Klassischerweise wird zu Olivenöl geraten, aber da das recht unangenehm schmecken kann, nehme ich Kokosöl aus dem Biomarkt.

3. Heißes Wasser trinken

Habe ich die ölige Geschichte hinter mich gebracht, trinke ich mindestens ein Glas heißes Wasser. Das bringt den Körper und Stoffwechsel in Schwung und aktiviert die Ausscheidungsprozesse. In manchen Artikeln wird dazu geraten, etwas Zitronensaft dazu zu tun, aber ich mag es am liebsten pur. Heißes Wasser trinke ich seit langem schon über den ganzen Tag verteilt, es tut mir einfach gut.

4. Bürstenmassagen machen

Mehrmals die Woche verpasse ich meinem Körper eine Bürstenmassage. Dazu verwende eine Bürste mit natürlichen Borsten. Und so geht’s: Fange bei deinen Füßen und Fußsohlen an. Dann gehe weiter zu deinen Unterschenkeln. Arbeite dich mit langen Strichen – immer vom Knöchel zum Knie – vor. Versuche jede Hautpartie 6 x zu bürsten. Erst das eine Bein, dann das andere. Anschließend den Bauch, die Arme, die Brust und den Rücken. Wichtig ist, dass du immer von den Extremitäten zum Herz streichst.

5. Basenbäder nehmen

Basenbäder wirken entlastend auf den Stoffwechsel und unterstützen den Säuren-/Basenausgleich. Wer keine Badewanne hat, kann auch einfach ein Fussbad nehmen. Denn auch über die Füsse werden sehr viele Giftstoffe ausgeschieden. Die Wirkung eines solchen Bades ist wohltuend und entspannend. Während des Bades kann es passieren, dass man anfängt zu schwitzen, was aber völlig normal und in Ordnung ist. Eine Bekannte schwört auch auf regelmässige Basenbäder und erzählte mir, dass eine Weile am Wannenrand sogar ein Schmutzrand zu sehen war, nachdem sie das Wasser abließ. Ich verwende das Basenbad von P. Jentschura ein- bis zweimal die Woche und bin danach immer herrlich entspannt.

Entgiftungs-Tipps Basics

Dass man ausserdem auf genügend Bewegung achtet, sich beim Alkohol einschränkt und auch sonst möglichst frisch, keine Fertiggerichte und kein, oder wenig Fleisch isst, versteht sich von selbst. Jeder von uns hat da seine eigene Hürde zu überwinden. Ist es bei mir der Verzicht auf Zucker, der mir schrecklich und alarmierend schwer fällt, ist es bei anderen der Verzicht auf Fleisch oder das Aufraffen zur wöchentlichen Dosis Sport.

Das alles war mir nicht neu, aber ich habe mich bislang nicht diszipliniert daran gehalten. Es musste mir erst mies gehen, ehe ich mich mit Konsequenz aufraffte. Die 5 Entgiftungs-Tipps haben mir dabei geholfen eine gesündere Tagesroutine zu etablieren. Nur der Verzicht auf diverses Naschwerk gerade gegen 17 Uhr fühlt sich nach harter Selbstkasteiung an. Aber tatsächlich hilft das Trinken von grünem Tee oder sogar Zähneputzen, die Lust auf Süßes zu unterdrücken.

In diesem Sinne knabbere ich jetzt einen kaliumhaltigen Selleriestick – und keinen köstlichen Schokoriegel – und hebe stolz die geballte Faust. YEAH!

PS: In dem Artikel Detox Kur: ein Selbstversuch” findest du weitere Infos zum Thema Ernährung während der Entgiftung.

 

Luisa Hecking

Hallo, ich bin Luisa, Designerin und Illustratorin. Viele Illustrationen auf REBEL IN A NEW DRESS sind von mir. Gezeichnet habe ich schon immer, ein Skizzenbuch und meine Stifte sind Dauerbegleiter. Seit neuestem habe ich auch die Freude am Schreiben entdeckt – Nicki hat mich da irgendwie angesteckt. Besonders spannend finde ich alles zu den Themen Nachhaltigkeit und Bio.