PMS Beschwerden: das hilft!

PSM Beschwerden

Die Tage vor den Tagen sind für viele Frauen der absolute Horror. Oft schmerzen unser Körper und unsere Seele gleichermaßen. PMS Beschwerden treten in unterschiedlicher Stärke und Ausprägung bei etwa 75 Prozent aller Frauen auf – vor allem Frauen über 35 leiden häufig darunter. In den letzen Monaten habe ich immer wieder Frauen getroffen, die durch ihre PMS Beschwerden starke Einschränkungen hinnehmen müssen. Bei den einen sind die psychischen Auswirkungen stärker, bei den anderen überwiegen die körperlichen Symptome. Viele drücken die Schmerzen weg und versuchen auch mit PMS im Alltag wie gewohnt zu funktionieren. Das kenne ich auch von mir selbst!

Je älter ich werde, umso mehr erkenne ich, wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu hören und ihm dabei zu helfen, in Balance zu bleiben. Gerade während der sensiblen Tage vor der Periode sollten wir noch ein Stückchen mehr auf uns achten und unserem Körper das geben, was er braucht. Meine Tipps gegen PMS Beschwerden helfen dabei, sich selbst etwas gutes zu tun und so die Symptome zu lindern. Dabei geht es nicht darum, alles auf einmal in Angriff zu nehmen. Denn seien wir mal realistisch, das kann uns auch ganz schnell überfordern. Besser ist es, wenn du dich für einen meiner Tipps entscheidest, der dich anspricht. Sobald du diesen in deinen Alltag integriert hast, nimm dir einen anderen vor und mach’ weiter!

Aber zuerst ein paar Fakten!

Charakteristische körperliche Symptome sind Abgeschlagenheit, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Krämpfe, Kopf- und Rückenschmerzen, Appetitveränderung, Hitzewallungen und Kreislaufprobleme.

Die psychischen Symptome des prämenstruellen Syndroms äußern sich unter anderem in Stimmungsschwankungen , Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Angstzustände, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit oder Hyperaktivität.

Die Ursachen von PMS Beschwerden

Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus führen zu einem hormonellen Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron. Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel an, während der Östrogenspiegel sinkt. Diese zyklischen Veränderungen des Hormonhaushaltes sowie bestimmte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten führen zu den oben beschriebenen Symptomen. Zuviel Zucker, Alkohol, Koffein und Nikotin können zum Beispiel ein Auslöser sein. Auch wird vermutet, dass die Hormon-Achterbahn die Produktion und Wirkung der Neurotransmitter im Gehirn beeinflusst.

PMS Beschwerden: 5 Tipps, die dir helfen!

1. Ernähre dich gesund

Vermeide schlechte Kohlenhydrate: Wenn deine Stimmung mal wieder im Keller ist, dann kann eine kohlenhydratarme Ernährung für mehr Ausgeglichenheit sorgen. Streiche Zucker, Limonaden, Süßigkeiten und Weißmehl-Produkte von deinem Speiseplan. Setze auf hochwertige Vollwertkost – das bringt den Blutzuckerspiegel wieder ins Gleichgewicht und somit auch den Hormonhaushalt. Ein Blick in die Glyx-Tabelle hilft super bei der Orientierung.

Esse gesunde Fette: Unser Fettstoffwechsel ist unter anderem für den Um- und Abbau von Hormonen verantwortlich. Deshalb ist es extrem wichtig, dass wir gesunde und nahrhafte Fette zu uns nehmen. Olivenöl, Kokosnuss, Avocado, Ghee, fetthaltiger Fisch sowie Nüsse und Samen sind super Lieferanten für hochwertige Fette. Versuche auf entzündliche Öle aus Mais, Soja, Raps und Sonnenblumen zu verzichten.

Esse regelmäßig: Verteile deine Mahlzeiten gleichmäßig über den ganzen Tag – das gleicht Blutzuckerschwankungen und somit auch die Hormone und Stimmungstiefs aus. Achte darauf, dass alle Mahlzeiten Proteine, Fette und komplexe Kohlenhydrate enthalten. Versuche Snacks zwischendurch zu vermeiden.

Experimentiere mit Alkohol und Koffein: Versuche, in der Woche vor den Tagen auf dein abendliches Glas Wein und den Kaffee am Morgen zu verzichten. Beobachte, wie sich diese Veränderung auf deine PMS-Symptome auswirkt. Reduzieren sie sich, prima! Sollten sich die Beschwerden nicht verbessern, sind diese Genussmittel nicht der Auslöser und du kannst zu deinem gewohnten Muster zurückkehren.

Setze auf hochwertige tierische Produkte: Wenn du ein Fleischesser bist, dann kaufe nur das beste Fleisch, das du kriegen kannst. Greife ausschließlich zu Bio Qualität, um Antibiotika und Hormone zu vermeiden. Noch ein Tipp: Bei vielen Frauen verringern sich durch den Verzicht auf Milchprodukte die PMS Beschwerden.

2. Bewege dich regelmäßig

Eine kontinuierliches Sportprogramm kann dabei helfen, PMS Beschwerden in den Griff zu bekommen. Höre dabei immer auf deinen Körper und gib ihm das, was ihm gut tut. An manchen Tagen hast du vielleicht die Energie für einen crazy Spinning-Kurs, super … let’g go! An anderen bist du vielleicht schlapp und müde. Dann ist erholsames Yoga oder ein schöner Spaziergang genau das richtige. Achte auf dich und deine Bedürfnisse und sei ehrlich zu dir! Falscher Ehrgeiz ist hier nicht angebracht.

3. Vermeide Stress

Stress kann unsere Hormone gewaltig aus dem Gleichgewicht bringen. Ein Grund mehr, cool zu bleiben. Stressbewältigung ist eine sehr individuelle Sache und bei jedem unterschiedlich. Dem einen hilft Meditation oder Yoga, dem anderen ein heißes Bad. Auch regelmäßig die Gedanken niederzuschreiben, kann helfen Stress abzubauen. Wichtig ist es, zur Ruhe zu kommen und die innere Stärke zu spüren. Was auch immer deine Sache ist, mach es!

4. Schlafe ausreichend

Schlafmangel kann ein hormonelles Ungleichgewicht verursachen und somit auch die Verschlimmerung der PMS-Symptome. Versuche in der Woche vor der Periode 7 bis 9 Stunden pro Nacht zu schlafen. Wenn du Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen hast, lüfte vorm Zubettgehen das Schlafzimmer gut und kuschel dich an eine Bettflasche – diese löst auch scherzhafte Krämpfe. Mir helfen diese beiden Tipps immer super!

5. Achte auf regelmäßigen Stuhlgang

Ja, ich weiß, das Thema ist jetzt nicht so lecker! Aber es ist wichtig und deshalb spreche ich es hier ganz offen an. Die Entsorgung unseres Körpermülls ist unerlässlich, um das Gleichgewicht unserer Hormone zu erhalten. Denn mit dem Stuhlgang wird auch überschüssiges Östrogen entfernt. Ballaststoffe sorgen dafür, dass alles reibungslos abläuft. Faserreiche Lebensmittel, wie Blattgemüse, Nüsse, Samen, Früchte und Bohnen sind super. Trinke außerdem ausreichend Wasser und integriere hochwertige Fette in deinen Speiseplan. Auch Bewegung hilf dem Darm bei seiner Arbeit.

6. Setze auf Nahrungsergänzungsmittel

Ich bin kein großer Fan von Pillen & Co. Bei Nahrungsergänzsmittel habe ich allerdings eine ganz andere Meinung. Denn aus meiner Sicht können sie extrem hilfreich sein, den ein oder anderen Mangel auszugleichen. Auch in in Sachen PMS können sie für Linderung sorgen. Frauen, die unter Krämpfen leiden kann die Einnahme von Magnesium zusammen mit Krill-Öl extrem gut helfen. Auch gut: Kalzium und Vitamin-B.

In der Regel hilft eine Kombination der oben beschriebenen Punkte bei der Linderung der PMS Beschwerden. Auch wenn du dich an die Vorschläge hältst, kann es immer mal wieder zu schwierigeren Monaten kommen. Lass dich davon nicht aus der Bahn werfen, bleibe dran und höre genau auf dein Körper und auf das, was ihm gut tut.