PERFECT DAY: Miami

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Simone aus München beschreibt uns einen perfekten Tag in ihrer Lieblingsstadt Miami. Die pulsierende Kunstszene der Metropole im Süden der USA zieht die Kunstliebhaberin mehrmals jährlich mit tollen Ausstellungen und Events an. Simone liebt das Leben, Tanzen und Erdbeerkuchen. Hier erfahrt ihr ihre Insidertips für einen Kurztrip nach Miami.
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Liebt Miami nicht nur wegen der pulsierenden Kunstszene: Simone

Meinen Tag in Miami beginne ich am liebsten frühmorgens in South Beach. Ich parke am berühmten Ocean Drive No.1 Ecke 40 South Pointe Drive. Vor mir liegt die erste Düne, noch 50m und da ist sie, die grosse weite Welt: Ich bin ganz am Anfang des Miami Beach und vor mir die unendliche Weite des Atlantik. Die ersten Sonnenstrahlen, die ersten Jogger, der Tag beginnt. Hier spüre ich wie in keiner anderen Stadt, dass ich 1.000 spannende Möglichkeiten habe oder auch einfach nur hier sitzen bleiben kann. Auch dann ist es das pure volle Leben: ein Ozeanriese schiebt sich in den Miami Harbour und Flugzeuge sind im Landeanflug.

Hier spüre ich wie in keiner anderen Stadt, dass ich 1.000 spannende Möglichkeiten habe oder auch einfach nur hier sitzen bleiben kann.

Doch kein Tag in Miami vergeht, an dem mir nicht das herrliche Frühstück auf der Terrasse des The Betsy South Beach einfällt. Also leihe ich mir ein DecoBike – ein Körbchen ist fest installiert für die Einkäufe – und radle von meinem Appartment los. 2 Stunden kosten 10 USD und es gibt über 50 Stationen in Miami Beach. Mit einem Tagespass kann man das Fahrrad jederzeit wieder andocken und mit einem Code später an einer anderen Station weiter radeln. Grossartig!

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The Betsy South Beach

Ich geniesse die gemütliche farbenfrohe 15-minütige Fahrradfahrt nordwärts durch den pulsierenden Art Deco District bis zur Hausnummer 1440 Ocean Drive. Hier ist es, mein weißes Lieblingshotel im Grand-Old-Florida-Georgian-Style. Es ist ganz untypisch für Miami und genau deshalb fühle ich mich hier so cosy! Das Hotel hat eine grossartige Geschichte. Es wurde 1942 von dem Art-Deco Architekten L. Murray Dixon gebaut und hat sogar einen Writer´s Room. Wenn mir der „Almond brioche french toast with cinnamon caramelized bananas and Vermont maple sirup“ am 3. Tag zu mächtig erscheint, nehme ich den herrlich frischen „plain yoghurt with homemade granola and fresh berries“. Der Ocean Drive erwacht und hier kann ich stundenlang sitzen. Aber auch zu jeder anderen Tageszeit ist das Betsy ein wunderbarer Anlaufpunkt, denn das hoteleigene Restaurant „BLT Steak“ wurde von der Miami New Times zum „Best Steakhouse of 2014“ gewählt. Die Steaks bringen die ausgesprochen zuvorkommenden Mitarbeiter auch auf die Terrasse. Bevor ich gehe, nehme ich das SPA-Menu mit. Alleine es zu lesen ist eine Wohltat. „Heaven is under our feet as well as over our heads,“ begrüßt mich Thoreau im Vorwort – wie wahr. Außerdem bietet das Hotel in der Lobby den besten Live-Jazz in Miami-Beach und wechselnde Ausstellungen machen jeden Besuch aufs Neue interessant.

„Heaven is under our feet as well as over our heads,“ begrüßt mich Thoreau im Vorwort – wie wahr.

Kurz mache ich noch einen Abstecher ins The Webster Miami in der 1220 Collins Avenue. In einem historischen Art Deco Gebäude mit einer Fläche von über 6.000 Quadratmetern schlägt mein Shopping-Herz höher: Designer wie Proenza Schouler, Dior, Linda Farrow kreieren eigene limitierte Stücke nur für diesen Store. Weitere Highlights sind Jeans in Farben, die es sonst noch nirgends gibt, und extrem coole Sonnenbrillen. Einfach nur gucken! Es ist unglaublich. Ein Besuch im Webster ist einfach ein Muss.

The Webster

The Webster

Am späten Vormittag besuche ich das Gary Nader Art Center im Stadtteil Wynwood. Gary Nader ist der Galerist in Miami. Aktuelle Ausstellungen im Erdgeschoss machen das Gesamtangebot unvergleichlich. Der 1. Stock ist nicht immer geöffnet, aber einfach nach Conrad fragen und ganz herzlich um Einlass bitten. Auch die Rubell Family Collection ist gleich ums Eck und absolut sehenswert. Das Museum beinhaltet eine der größten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst der Welt.

Gary Nader Art Center

Gary Nader Art Center

Wenige Minuten entfernt beginnt schon der cool-lässige Miami Design District. Dort liebe ich den lockeren Lunch im Michael´s Genuine Food & Drink mit dem Slogan „fresh simple pure Miami“. Ein kleiner Innenhof in der Mittagssonne heißt mich willkommen und das Gemüse kommt von local farmers.

Michael´s Genuine Food & Drink

Michael´s Genuine Food & Drink

Alternativ steuere ich mittags das Garcias Seafood Grille & Fish Market am Miami River an. Stone Crabs esse ich nur hier. Auf dem Weg dorthin ist aber etwas vorsichtig geboten, wie in manchen Ecken Miamis. Also nicht anhalten und bis zum Valet Parking vorfahren. Einfach an den Tresen setzen für eine Krabbe auf die Hand oder abends anstellen für einen Tisch, denn reservieren gibt es hier nicht. Meistens bleibe ich jedoch im Design District, denn genau in der Strasse von Michaels Genuine Food & Drink gibt es kleine Läden der Labels Christian Louboutin, Scotch & Soda, Fendi CASA, Marni, Céline, Louis Vuitton (ändert das Design der gesamten Fassade regelmäßig) und noch ein paar andere. Ich schaue auch immer bei Markowicz Fine Art vorbei – die Kunstwerke machen Superlaune!

Garcias Seafood Grille & Fish Market: Einfach an den Tresen setzen für eine Krabbe auf die Hand oder abends anstellen für einen Tisch, denn reservieren gibt es hier nicht.

Nach diesem ausgiebigen Bummel freue ich mich auf die Brücke hinüber nach Key Biscayne. Ich verlasse Miami und Miami Beach und tauche in eine ganz neue Welt ein. Der Blick von der Biscayne Bay auf die Metropole ist atemberaubend. Im Ritz Carlton Key Biscayne kann man ein Paddle Board leihen und die fast schon karibische Küste hinunter bis zum Leuchtturm im Bill Bags Cape Florida Estate Park paddeln. Am Wochenende ist das ein beliebter Strand der kubanischen und südamerikanischen Einwanderer. Es entsteht eine herrliche Stimmung zwischen bunten Schirmen, lateinamerikanischen Klängen, Klappstühlen und viel, viel Wassermelone.

Beach Bar des Ritz Carlton

Beach Bar des Ritz Carlton

An der klassischen Beachbar des Ritz gibt es grossartige Cocktails. Genau der richtige Start bevor ich mir noch schnell Karten für die Miami Heats hole. Denn wer in Miami ist wenn die Basketball-Superstars ein Heimspiel haben, sollte diese Stimmung unbedingt erleben. In der Arena gibt es natürlich einen klassischen amerikanischen Burger mit Bier. Danach schnell zurück ins Hotel. Morgen wartet wieder das Fahrrad am Ocean Drive No.1 & jede Menge Rock ’n‘ Roll!

2 Kommentare

  1. Dr. Detroit
    Mai 1, 2015 / 10:34 pm

    Das BLT im The Betsy ist auch eines meiner favorites, nicht nur in Miami: insbesondere das tuna tartar als quick lunch. Auch zu empfehlen in dieser Kategorie: The Setai Grill, 2001 Collins Ave

  2. Mai 2, 2015 / 6:46 pm

    Ich habe mich in ihre Schuhe verliebt!!!! ♥ Miami steht auch noch auf meiner To-Do-Liste, gerade wegen der kubanischen Einflüsse.

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