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Selbstbestimmung: meine 3 Learnings

selbstbestimmung

Vor ein paar Jahren hatte ich das Bedürfnis, mein Leben umzukrempeln. Ich wollte eine Veränderung in Richtung Selbstbestimmung. Und wie es manchmal so ist, hatte ich genau zu dem Zeitpunkt eine Begegnung: Ich lernte Olivia kennen, die in Paris als Personal Coach arbeitet und mir in den darauffolgenden Wochen und Monaten zeigte, wie mein Leben in die Hand nehmen überhaupt funktioniert.

Und auch wenn ein Personal Coaching unersetzlich ist, gerade weil es auf den jeweiligen Menschen und seine Lebenssituation ganz spezifisch eingeht, gibt es doch die ein oder andere Sache, die ich von dieser Erfahrung weitergeben und verallgemeinern kann. Ich weiß, dass ich da, wo ich heute bin, nicht mit demselben Optimismus, Selbstvertrauen und Enthusiasmus stehen würde, wenn mir Olivia nicht folgende Lektionen mitgegeben hätte:

Ideen sind gut, Visionen sind besser.

Im Job wissen wir, dass jedes Projekt bis ins letzte Detail geplant werden will. Wir formulieren konkret bezifferte Ziele, erstellen Retro-Plannings und kontrollieren unseren Fortschritt permanent anhand von datierten Meilensteinen. Warum tun wir das mit unseren persönlichen Projekten nicht auch? – Weil wir sie oft nicht ernst genug nehmen und irgendwie hoffen, dass sie sich von alleine erfüllen. Aber jeder Wunsch, und sei er auch noch so „persönlich“ – hat eine ganz bürokratische Planung verdient – eben weil er uns am Herzen liegt. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Wir kommen schneller, selbstbestimmter und stressfreier an die Erfüllung unserer Herzenswünsche. Ein beliebiges Beispiel: Du wolltest schon immer Tango lernen? Dann mach aus dieser Idee eine konkrete Vision:

  1. Wie genau sieht es aus, wenn du „Tango gelernt“ hast? Heißt das für dich, du hast einen Grundkurs gemacht und kannst es ein bisschen besser als deine angeberische Nachbarin? Oder geht es darum, in Argentinien bei einer Meisterschaft anzutreten? An welchem konkreten Ergebnis liest du deinen Erfolg ab – wann dürfen die Knorken knallen?
  2. Was sind die einzelnen Schritte dorthin (Recherche bezüglich einer Schule, Anmeldung, zeitliche Organisation) und welchen wirst du wann unternehmen? Du hast richtig verstanden: Terminkalender raus!
  3. Welche Schwierigkeiten siehst du und welchen Preis bist du gewillt für deinen Erfolg zu bezahlen? Probleme gibt es immer; doch wenn man auf sie gefasst ist, können sie einem nichts anhaben. Und: Alles hat seinen Preis. Es lohnt sich, dir über deine aktuellen Prioritäten im Klaren zu sein – vielleicht musst du dafür das Fitness-Studio ein paar Monate sausen lassen. Tanzen macht aber auch einen Knackpo! 😉
  4. Wenn alles nicht klappt – was ist dein Plan B? Hierzu lohnt es sich, dich zu fragen, welches Bedürfnis eigentlich hinter deinem Ziel steckt: Wenn es dir im Grunde darum geht, etwas Neues zu lernen, dann ist im Zweifelsfall schnell eine Alternative gefunden (Boogie Woogie? Japanisch?); oder geht es in Wirklichkeit um die Eroberung des Tangolehrers in deinem Ort? Auch da führen verschiedenste Wege zum Ziel. 😉

Selbstbestimmung bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen.

Anstatt dein Ziel wie eine Aufgabe zu definieren, die du irgendwie erreichen musst, lohnt es sich immer, dich zu fragen: Was brauchst du zu welchem Zeitpunkt, damit es dir gelingt? Vor allem wir Frauen denken immer, wir müssen alles alleine schaffen und die Ressourcen dafür aus uns selbst generieren. Aber wir sollten uns angewöhnen, bei einer Herausforderung auch äußere Möglichkeiten abzuwägen: Wer oder was kann mir bei diesem Schritt helfen?

Angenommen, dir steht eine große Veränderung bevor – zum Beispiel der Umzug in eine fremde Stadt, in der du einen neuen Job finden, einen neuen Bekanntenkreis aufbauen musst. Wie wäre es, dir vorab zu überlegen, was dir vielleicht Angst macht (Das Alleinsein? Die Orientierungslosigkeit in einer fremden Stadt?) und was du auf emotionaler Ebene brauchst, um es leichter zu haben? Wie wäre es z.B., wenn du dort ankommst und dich willkommen fühlst, weil du schon vorab online Kontakte geknüpft hast mit Leuten, die dich dort regelrecht erwarten… Würde dieses Gefühl nicht alle weiteren Schritte um ein Vielfaches vereinfachen? Wir müssen lernen, uns den Weg so gut wie möglich zu ebenen und zu erleichtern, statt einfach loszurennen und zu hoffen, dass schon alles gut geht. Überraschungen gibt es so oder so!

Auch Solo-Projekte sind Teamwork

Ohne unser soziales Umfeld geht gar nichts. Das ist vielleicht nichts Neues für euch – ich als selbsterklärter Einzelgänger musste das aber erst einmal kapieren. Denn Dinge für sich zu tun hat nichts mit Alleinsein zu tun – im Gegenteil. Auch wenn wir „schon alleine klarkommen“, brauchen wir die emotionale Unterstützung unserer Freunde und Familie als Rückenwind. Und Letztere brauchen wiederum das Gefühl, an unseren persönlichen Projekten beteiligt zu sein, und sei es nur auf Informationsebene. Denn was unser Umfeld wirklich will, ist nicht, wie wir es vielleicht manchmal unterstellen, „reinreden“ – sondern sehen, dass es uns gut geht und wissen, was uns wichtig ist und dass wir diese Wünsche verfolgen. Das ist meistens schon alles. Nicht selten steckt übrigens auch hinter unseren „Solo-Zielen“ etwas, das mit der Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit zu tun hat, sprich: mit anderen.

Doch bei aller Freundschaft, vergesst Eines in Bezug auf die Selbstbestimmung nie: Unsere Wünsche sind es immer wert verfolgt zu werden, auch wenn wir es damit dem ein oder anderen mal nicht ganz recht machen…!

Titelbild: Aidan Lyon

 

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