Simple Truth: die Gisele Bündchen Diät

Simple Truth: die Gisele Bündchen Diät

Vor ein paar Tagen hat der Privatkoch von Gisele Bündchen in einem Interview im Boston Globe den Ernährungsplan seiner berühmten Kundin beschrieben. Und mal wieder geht wegen der sogenannten Gisele Bündchen Diät ein Aufschrei durch die Medien. Gisele kann angeblich nur mit einer Extrem-Diät als Model erfolgreich sein und dann setzt sie auch noch ihre Kinder diesem Ernährungsplan aus. Das geht ja gar nicht!

Dabei ist die Aufregung nur schwer nachvollziehbar: Zum einen steht Gisele nicht unbedingt für den Magerlook in der Modelwelt, sondern für den sportlich-natürlichen Typ, zum anderen lebt in ihrem Haushalt ein gewisser Tom Brady. Tom ist einer der erfolgreichsten Quarterbacks im American Football, ernährt sich auf die gleiche Weise und ist als Muskelprotz wenig verdächtig, dem Schlankheitswahn erlegen zu sein.

Gisele Bündchen Diät

Privatkoch Allen Campbell in der Küche von Gisele Bündchen und Tom Brady

Ließt man das Interview von Privatkoch Allen Campbell wird schnell klar, dass es sich nicht um eine „Extrem-Diät“ handelt, sondern um eine Ernährungsphilosophie, die auf ein paar einfachen Wahrheiten über unser Essen basiert. Einfache Wahrheiten, die auch ich versuche, in der Ernährung weitestgehend zu befolgen, auch wenn das ohne Privatkoch manchmal unbequem ist. 😉 Dabei steht weniger die Schlankheit im Vordergrund, sondern die Frage nach einer gesunden Ernährung.

Hier ein paar Punkte aus dem Ernährungsplan von Allen Campbell – von wegen Gisele Bündchen Diät …

  1. Esse viel Obst und Gemüse

    Dass Obst und Gemüse gesund sind, hat schon meine Oma gewusst und dass wir in unserer Überflussgesellschaft zuviel Fleisch essen, ist bekannt. Allen serviert der Familie Bündchen-Brady deshalb rund 80 Prozent Gemüse und insbesondere die Kinder bekommen viel Obst.

  2. Vollkorn ist gesünder

    Vollkornreis ist gesünder als „weißer Reis“, Vollkornbrot gesünder als Weißbrot – ach was? Das wissen wir alle seit einer Ewigkeit. Das schöne ist heute nur, dass es inzwischen tolle Rezepte gibt, die trotz Vollkorn lecker schmecken und nicht „öko“. Hinzu kommen Neuentdeckungen wie z.B. Quinoa, die noch mehr gesunde Abwechslung in den Speiseplan bringen. Da kann man auf Weizenmehl locker verzichten. Genau so macht es Allen bei Gisele und Tom.

  3. Vermeide (industriellen) Zucker

    Zucker ist Gift. Ja, das muss man so unterschreiben. Wir essen viel zu süß, in fast allen Fertiggerichten ist Zucker und unser Geschmackssinn hat sich daran gewöhnt. Dabei sind die ungesunden Aspekte eines zu hohen Zuckerkonsums weithin bekannt und leckere, weniger schädliche Alternativen wie Honig, Ahornsirup oder einfach nur Obst sind vorhanden.

  4. Kaufe regional und bio

    Allen kauft seine Zutaten auf dem Wochen- oder im Biomarkt. Er will wissen, woher seine Zutaten kommen und dass sie nachhaltig produziert sind. Und ja, das ist auch eine Frage des Geldbeutels. Aber mal ehrlich: Eine aktuelle Studie von Eurostat hat wieder gezeigt, dass die Deutschen beim Kauf von Lebensmitteln mit die Sparsamsten in Europa sind. Macht das Sinn, wenn es dabei um unsere Gesundheit geht?

  5. Weißes Fleisch ist besser als Rotes

    Fleischessen ist nicht verkehrt, ganz im Gegenteil: Fleisch ist für unsere Ernährung wichtig. Aber muss es jeden Mittag die Currywurst am Imbissstand um die Ecke sein? Allen serviert Gisele und Tom ungefähr 20 Prozent Fleisch, also in Maßen. Dabei ist weißes Fleisch etwas verträglicher als Rotes, weil es weniger Endzündungen im Körper fördert. Dennoch gönnen sich die beiden Stars ab und an ein schönes Steak.

  6. Verzichte auf Glutamat

    Glutamat und andere künstlichen Zusätze, die die Haltbarkeit von Lebensmitteln erhöhen, sind für den Körper meist schwer verträglich. Deshalb ist es besser, sein Essen mit frischen Zutaten zuzubereiten und auf Fertiggerichte zu verzichten. Das ist ja auch etwas ganz Neues. 🙂

Am Ende geht es bei der Gisele Bündchen Diät im Wesentlichen um das Streben von immer mehr Menschen nach einer gesunden und nachhaltigen Ernährung, die zudem fit und leistungsfähig hält. Und das scheint hier der Fall zu sein, denn Tom Brady ist für einen professionellen Football-Spieler schon ziemlich alt (38! 🙂 ) und trotzdem ist er so gut wie nie. Und dass die beiden auch ihren Kindern die Ernährung zukommen lassen wollen, die sie für die gesündeste und beste halten, kann man ihnen ja nun wirklich nicht zum Vorwurf machen.

Fotos: dpa, Allen Campbell

 

4 Kommentare

  1. Januar 11, 2016 / 7:34 pm

    da sieht man leider, dass die Medien oft viel zu schnell urteilen … da sollte man sich doch ein Scheibchen abschneiden, von der Bündchen Ernährungsphilosopie 🙂
    kann den Basics auch (fast) nur zustimmen – fast, weil ich ganz auf Fleisch verzichte, aber das nur am Rande.
    ich merke auch, dass wir generell immer mehr zu den Basics zurück kehren – auch Mama wusste schon, was gut für uns ist 🙂

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Nicki
      Autor
      Januar 13, 2016 / 3:42 pm

      Liebe Tina,

      das stimmt, der Trend geht immer mehr in Richtung „einfache“ Zutaten, diese dann aber in bester Qualität.

      Liebe Grüße und noch eine schöne Woche!
      Nicki

  2. Januar 12, 2016 / 12:44 pm

    Zum Glück sind solche Hauruck-Diäten jetzt nicht mehr so „in“ wie vor 10 Jahren. Find den Artikel klasse! Super zusammengefasst und ja, eigentlich nichts, was man nicht schon mal gehört hätte 😀
    ♡ Ella
    http://ellawayfarer.com/

    • Nicki
      Autor
      Januar 13, 2016 / 3:39 pm

      Vielen Dank, liebe Ella <3

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